Menschen sterben auf der Flucht nach Europa. Jahr für Jahr. Im Mittelmeer, an Grenzen, auf gefährlichen Wegen, die niemand freiwillig geht. Viele von ihnen bleiben namenlos. Was bleibt, sind Zahlen, Statistiken, kurze Meldungen – und ein Europa, das viel zu oft wegschaut.
Die Aktion «Beim Namen nennen» setzt diesem Schweigen etwas entgegen. Sie erinnert an Menschen, die auf der Flucht ihr Leben verloren haben. Sie gibt Verstorbenen einen Namen zurück. Und sie stellt eine Frage, die unbequem ist: Wie lange nehmen wir dieses Sterben noch hin?
Auch 2026 findet in Luzern ein Gedenkanlass zum Flüchtlingstag statt. Dieses Jahr in einer neuen Form: Statt wie bisher während 24 Stunden am Stück die Namen der Verstorbenen zu verlesen, steht eine Theateraufführung im Zentrum. Die «Lampedusa Trilogie» bringt drei Perspektiven auf Migration, Flucht und politische Verantwortung auf die Bühne.
Ausgangspunkt des Stücks ist der berühmte Brief der ehemaligen Bürgermeisterin von Lampedusa, Giusi Nicolini, an die europäischen Staatschefs. Ihre Empörung über die Gleichgültigkeit Europas ist auch heute kaum auszuhalten – gerade weil sie nichts an Aktualität verloren hat.
Zwischen den Szenen werden die Namen von Menschen gelesen, die 2026 auf dem Weg nach Europa gestorben sind. So wird aus dem Theaterabend mehr als eine Aufführung: ein Moment des Gedenkens, der Anklage und der gemeinsamen Verantwortung.
Das SAH Zentralschweiz ist Teil der Trägerschaft dieses Gedenkanlasses und hat bei der Organisation mitgewirkt. Wir laden Sie herzlich ein, an diesem Abend teilzunehmen, hinzuhören und nicht wegzusehen.
Im Anschluss an die Aufführung findet ein Gespräch mit dem Autor Dietrich Wagner statt.
Datum: Freitag, 19. Juni 2026
Zeit: 18.30 Uhr, Barbetrieb ab 17.45 Uhr
Ort: Kleintheater Luzern
Tickets: Fr. 15.– mit KulturLegi, Fr. 25.– regulär, Fr. 50.– Solipreis
Über diesen Link geht es zum Vorverkauf.
Weitere Informationen finden Sie auf dem Flyer zur Veranstaltung:











