Seit 2014 ist die Libelle eine beliebte Quartierbeiz im Maihofquartier in Luzern und gleichzeitig eine professionell geführte soziale Unternehmung, die erwerbslosen Menschen den Zugang in die Arbeitswelt erleichtert. Die regelmässige Besucherin Andrea Hirter erzählt uns mehr über ihren Lieblingsort im Quartier.
Für Andrea Hirter ist das Restaurant Libelle weit mehr als nur ein Ort zum Essen. Die Lehrerin, die im Quartier wohnt und arbeitet, kommt regelmässig hierher – im Durchschnitt zwei- bis dreimal pro Woche. «Das Essen ist einfach sehr gut», sagt sie, und gibt mit einem Lächeln zu, dass sie manchmal auch schlicht keine Lust hat zu kochen. Doch nicht nur die Küche überzeugt sie. Besonders schätzt Andrea Hirter die Atmosphäre: das gemütliche Lokal, die Einrichtung und vor allem die gute Stimmung zwischen Gästen und Team. Schon bei der Eröffnung im Jahr 2014 war sie dabei – und auch mehr als zehn Jahre später kommt sie immer noch gerne hierher.
Unser Gespräch findet an ihrem Lieblingstisch statt. Hier sitzt sie oft bei einer Tasse Kaffee, beobachtet das Geschehen im Restaurant und geniesst die entspannte Atmosphäre. Die Libelle ist für sie zu einem festen Bestandteil des Alltags geworden. Besonders am Donnerstagabend: Dann arbeitet sie meist etwas länger und lässt die Arbeitswoche mit einem Abendessen in der Libelle ausklingen. Wenn Andrea Hirter das Restaurant betritt, winkt ihr der Koch häufig schon von Weitem zu und fragt, ob sie wieder eine Gartenrösti möchte. Dieses Gericht steht seit der Eröffnung – jeweils in unterschiedlichen Variationen – auf der Speisekarte und ist ihr persönlicher Favorit. Auch der Libellensalat gehört zu ihren Lieblingsgerichten. Nur auf die Frühlingszwiebeln darauf verzichtet sie gerne. Das weiss das Team inzwischen längst und serviert ihr den Salat automatisch ohne Zwiebeln.
Im Laufe der Jahre ist die Libelle für Andrea Hirter und ihre Familie zu einem Ort für besondere Momente geworden. Hier wurden bereits mehrere wichtige Anlässe gefeiert: Taufen, Erstkommunionen und runde Geburtstage. Auch ihre Kinder sind gerne zu Gast. Am Samstag- oder Sonntagmorgen bestellen sie sich am liebsten Matcha Latte. Besonders in Erinnerung geblieben ist Andrea Hirter auch der Zukunftstag, an dem eine ihrer Töchter die Libelle besuchen durfte. Alle Schüler*innen waren mit «Zukunftskind » beschriftet. Für sie ein kleines, aber schönes Zeichen der Wertschätzung, die das Team den Gästen entgegenbringt. Die positive Atmosphäre im Restaurant führt Andrea Hirter auch auf das gut eingespielte Team zurück. Als Gast spüre man, dass die Zusammenarbeit funktioniere. Und hier liegt ihr auch ein Aspekt besonders am Herzen: Seit der Eröffnung bietet das Restaurant Arbeitsintegrationsplätze an. Sie findet diese Idee sehr wichtig. Natürlich merke man im Service manchmal, dass Menschen auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt begleitet werden. Für sie ist das jedoch keineswegs ein Nachteil – im Gegenteil. Sie schätzt es sehr, dass hier Menschen eine neue Chance erhalten.
Neben dem täglichen Betrieb schätzt sie auch die Spezialanlässe, die in der Libelle stattfinden – etwa das Wildessen im Herbst oder «Fondue und Bubbles» im Sommer. Wenn es ihr möglich ist, nimmt sie an diesen Veranstaltungen gerne teil. Verändern würde sie in ihrem Lieblingslokal nichts. Lachend erzählt sie, dass sie hofft, auch nach ihrer Pensionierung – bis dahin dauert es allerdings noch etwas – weiterhin hier ihren Kaffee trinken zu können. Am liebsten natürlich vom gleichen Team serviert.
Auf die Frage, was sie dem Libelle-Team für die Zukunft mitgeben möchte, antwortet sie ohne zu zögern: «Weiter so!»
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