Digitalisierung soll Türen öffnen – nicht schliessen

Wie digital darf Jobsuche werden, ohne dass Menschen ausgeschlossen werden? Diese Frage stand am 17. Juni im Theaterpavillon Luzern im Zentrum des Abends des SAH Zentralschweiz.

Nach der Mitgliederversammlung, an der unter anderem der Jahresbericht und die Jahresrechnung 2025 genehmigt wurden, richtete das SAH Zentralschweiz den Blick bewusst nach vorne: auf digitale Bewerbungsprozesse, neue Chancen für stellensuchende Menschen und auf die Frage, wie Arbeitsintegration auch in einer zunehmend digitalen Arbeitswelt inklusiv bleibt.

Im Fachreferat gab Dr. Philip Grech, Geschäftsführer des Immigration Policy Lab der ETH Zürich und Mitgründer von Path2Work, Einblick in eine digitale Plattform zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Path2Work zeigt, wie digitale Instrumente Erwerbschancen verbessern und gleichzeitig einen Beitrag gegen den Arbeitskräftemangel leisten können.

Im anschliessenden Podium diskutierten Dr. Philip Grech, Jutta Kunz Schürch, Leiterin der Abteilung Integrationsmassnahmen bei der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen des Kantons Luzern, und Marcel Stöckli, Leiter des Geschäftsfelds WAS wira Luzern, über Chancen, Grenzen und Risiken der Digitalisierung im Bewerbungsprozess. Moderiert wurde das Gespräch von Katharina Deuber.

Deutlich wurde: Digitalisierung kann vieles erleichtern. Sie kann aber auch neue Hürden schaffen – besonders für Menschen mit geringen digitalen Grundkompetenzen. Genau hier setzt die Arbeit des SAH Zentralschweiz an: Kompetenzen fördern, Zugänge schaffen und Menschen auf ihrem Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt begleiten.

Auch vereinsintern war der Abend ein wichtiger Moment. Die Mitglieder bestätigten sämtliche Vorstandsmitglieder für eine weitere Amtsdauer. Dominik Fasnacht wurde als Vertreter des Personals im Vorstand bestätigt. Nach sechs Jahren engagierter Tätigkeit wurde Vizepräsident Martin Hošek verabschiedet.

Das SAH Zentralschweiz blickt stolz auf ein starkes Geschäftsjahr zurück – und geht aktuelle Entwicklungen weiterhin aktiv an. Denn berufliche und soziale Teilhabe entsteht dort, wo Menschen nicht nur mit Veränderungen konfrontiert werden, sondern dabei unterstützt werden, sie mitzugehen.

 

Hier können Sie unseren Jahres- und Finanzbericht einsehen:


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