Über 65’000 Menschen sind auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen – in seeuntüchtigen Booten, in Lastwagen, in der Wüste. Sie fliehen vor Krieg, Verfolgung oder lebensbedrohlichen Bedingungen. Viele bleiben namenlos. Der Gedenkanlass „Beim Namen nennen“ ändert das.
Vom 20. Juni, 10 Uhr bis zum 21. Juni, 10 Uhr werden in der Lukaskirche Luzern rund um die Uhr die Namen der Verstorbenen vorgelesen – begleitet von musikalischen Impulsen zur vollen Stunde. Die Aktion macht sichtbar, was allzu oft verdrängt wird: Die europäische Asylpolitik fordert Menschenleben.
Der Anlass ist kein religiöses Ritual, sondern ein zivilgesellschaftliches Zeichen der Solidarität. Auch das SAH Zentralschweiz ist Mitträgerin.
Gesucht: Menschen, die mittragen
Wer mithelfen oder während einer halben Stunde Namen vorlesen möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Jede Stimme zählt – auch im wörtlichen Sinn.
📍 Mehr Informationen & Anmeldung:
👉 www.beimnamennennen.ch/city/luzern
Weitere Veranstaltungen rund um den Gedenkanlass
Montag, 16. Juni, 18.30 Uhr, stattkino Luzern
L’ULTIMA ISOLA – Dokumentarfilm von Davide Lomma (Italien, 2024)
Eine Gruppe von Freund*innen auf einem Ausflugsboot wird bei Sonnenaufgang mit einer erschütternden Realität konfrontiert: Das Meer um sie herum ist voller Menschen, die um Hilfe rufen oder bereits ertrunken sind.
Freitag, 20. Juni, Vögeligärtli Luzern
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14.00 Uhr: Picknick mit ALLEN für ALLE
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17.00 Uhr: Besammlung zur Demo „Soziale Teilhabe für ALLE“
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17.30 Uhr: Start der Demonstration
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19.30 Uhr: Konzert & Abschlusskundgebung
Samstag, 21. Juni, 17.00 Uhr
Frauenstadtrundgang „HIN UND WEG“
Was bewegte Frauen dazu, ihre Heimat zu verlassen und sich an einem fremden Ort ein neues Leben aufzubauen?
Treffpunkt: Wagenbachbrunnen vor dem KKL
Sonntag, 29. Juni, 11.00–12.00 Uhr, Bourbaki Panorama Luzern
Gespräch zum Weltflüchtlingstag mit der geflüchteten Ukrainerin Katerina Vinogradova – entlang des Rundbilds.











